Bitte entscheiden Sie selbst... 

Ungefähr 70x am Tag, 25.000x im Jahr, etwa 1.8 Mio-x in 70 Jahren. Lauter Entscheidungen, und jede Entscheidung, die etwas mehr als den Kaffee betrifft, baut irgendwie mit an unserem Leben, werkelt an unserer Seele, schafft, wer wir sind.

Was ist, wenn wir an einer wichtigen Kreuzung falsch abbiegen, was ist, wenn wir nicht zurückkönnen, weil sich Möglichkeit in Wirklichkeit verwandelt hat? Man kann schon diese herrliche Freiheit als furchtbare Last empfinden.

Ins Guinness Buch der Rekorde haben es Octavio Guillen und Adriana Martinez geschafft: Sie verlobten sich 1902, im Alter von 15 Jahren. Aber dann erschien ihnen diese Entscheidung allzu schwer, sie hatten Bedenken, sie verschoben die Hochzeit wieder und wieder, diese Entscheidung mochten sie nicht treffen, bis 1969, mit 82 Jahren, da endlich standen sie vor dem Traualtar. Sich nicht entscheiden können, aus Furcht vor den Wirklichkeiten, die ich schaffe mit jedem ja und jedem nein.

Und dann kommt auch noch Gott ins Spiel. Nachfolge im Alltag. Als wäre es nicht schon genug, rechts oder links abbiegen zu müssen. Hilft uns Gott, wenn wir Entscheidungen treffen müssen? Und hat er wirklich zu allem eine Meinung, in jeder Hinsicht einen klaren Plan?

Ich glaube, dass eine grundlegende Vorentscheidung Josuas uns in diesen Fragen ein bisschen weiterbringen kann:

Es gibt Entscheidungen, die wir treffen, bevor wir Entscheidungen treffen. Es gibt einiges, das wir irgendwann in unserem Leben festlegen. So und nicht anders will ich mit den Dingen umgehen. Diese Vor-Entscheidungen sind es, die wie ein Filter wirken, wenn wir tatsächlich an einer Wegkreuzung ankommen.

Eine solche Vor- Entscheidung hat Josua vorbuchstabiert (Josua 24):

14 Deshalb ehrt den Herrn und dient ihm treu und beständig. Trennt euch von den Götzen, die eure Vorfahren anbeteten (...). Dient allein dem Herrn! 15 Wenn ihr aber nicht bereit seid, dem Herrn zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Vorfahren jenseits des Euphrat dienten oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr heute lebt? Ich und meine Familie werden jedenfalls dem Herrn dienen.«  

Josua war der Nachfolger von Moses, der Israel aus der ägyptischen Sklaverei befreit hatte. Sie waren lange umhergezogen und nach viel Zögern über den Jordan gegangen, hinein in das Land, das Gott ihnen vor langer Zeit versprochen hatte. Und nun sollen sie das Land einnehmen. Josua versammelt seine Leute und sagt: Jetzt müsst Ihr eine Vorentscheidung treffen. Und diese Vorentscheidung wird sich auswirken auf alles, auf jeden Tag und jede Nacht, jede Beziehung und jede Entscheidung, jedes Ja und jedes Nein. Ihr müsst vor allem entscheiden, wem ihr Euer Vertrauen schenken möchtet.

Es geht um diese eine Frage vor allen Fragen: Gott oder die zahllosen Gott-Kopien, die Gott-Imitate, das ist die Frage. Und sie ist alternativ: entweder – oder. Nicht: sowohl – als auch. Und eines sollt Ihr noch wissen: Unsere ganze Familie „Josua“, ich und alle, die zu meinem Haus gehören, wir wollen ohne wenn und aber Gott ehren, der so oft bewiesen hat, dass er alles Vertrauen und allen Gehorsam verdient. Wir dienen Gott, egal was Ihr jetzt entscheidet. Das ist die erste Vorentscheidung, vor allen anderen Entscheidungen. Und Josua macht deutlich:

Das umschließt dann alles. Ich kann nicht sagen: ich hätte gerne Gott, das schöne Gefühl von Geborgenheit und Erhabenheit beim Anbeten, aber ich möchte die Kontrolle über manches in meinem Leben nicht aufgeben. Ich möchte Gott, aber ich möchte auch meinen eigenen Dickkopf behalten und durchsetzen, wenn es um meine Zeit oder meine Prioritäten geht. Josua sagt: So funktioniert das nicht. Denn von dieser ersten Vor-Entscheidung werden alle anderen Entscheidungen beeinflusst.

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