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Grafik: GEP

„Weihnachten ist die Zeit des Spendens“ - so die Moderatorin des Morgenmagazins vor wenigen Tagen. Und tatsächlich, zu keiner anderen Zeit wird so viel Geld gespendet wie an Weihnachten. Im letzten Monat des Jahres wird in der Regel dreimal so viel gespendet wie in allen anderen Monaten.

Laut einer Studie des Deutschen Spendenrats spenden vor allem die über 70jährigen gerne und viel. Außer Geld kann man auch Zeit spenden. Gerade in der Corona-Krise ist mir das neu wichtig geworden. Jeder Anruf, jeder Brief, jede Mail, jeder Besuch ermutigt andere. Die Einsamkeit in unserer Gesellschaft hat enorm zugenommen, sagen Sozialforscher.

Weihnachten sei das Fest der Geschenke, sagen viele. Manchmal aber wissen wir gar nicht mehr, was wir schenken sollen. Die meisten Kinder haben alles.

Manchmal denke ich sogar, sie wären teilweise überfüttert. In der Adventszeit haben wir mal mit unseren drei Kindern darüber gesprochen, ob sie nicht etwas von ihrem Ersparten an notleidende Kinder abgeben könnten. Und so haben sie ihre Spardosen geöffnet und etwas herausgenommen, um es zu spenden. Es kam dabei nicht in erster Linie auf die Größenordnung an, sondern auf das Gefühl, andere in den Blick zu bekommen, denen es schlechter geht.

Auch in diesem Jahr läuft wieder viel Gutes wie z.B. Weihnachten im Schuhkarton oder die Weihnachtskiste. In der OVZ war zu lesen, dass die Waldbröler Tafel schon seit Jahren anregt, haltbare Lebensmittel, etwas Weihnachtliches und einen Gruß in eine Kiste zu packen und diese abzugeben, um anschließend verteilt zu werden. „Auch dem Spender gibt es ein gutes Gefühl, Menschen in der Nachbarschaft helfen zu können.“

Eine der schönsten Heiligabende für mich war vor vielen Jahren eine Feier in Bremen, zu der Obdachlose ins Gemeindehaus eingeladen wurden. Einige Mitarbeiter schwirrten aus und „sammelten“ etwa 15 überwiegend männliche Personen ein, mit denen wir unsere Zeit teilten. Heiße Getränke, ein nett hergerichtetes Büfett, Gespräche an den Tischen, Weihnachtsgedichte und die Weihnachtsgeschichte wärmten Leib und Seele. Unvergesslich für mich!

Unser Monatsspruch regt dazu an, etwas zu tun. Nicht nur reden, sondern auch handeln. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und wir erleben dabei selbst Freude, wenn es an Weihnachten nicht nur kuschelig in unseren Häusern wird, sondern auch andere davon profitieren. Übrigens, die ersten, die von der Geburt Jesu erfuhren, waren Hirten und die gehörten eher zu den Bedürftigen.

Auch die Gottesdienste in diesem Jahr werden vermutlich anders gefeiert. Von manchen Gemeinden habe ich erfahren, dass sie Open-Air-Gottesdienste durchführen oder eine Wanderung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im letzten Jahr erlebte ich in Kempershöhe eine Feier mit, an der fast alle Dorfbewohner, etwa 80 an der Zahl, teilnahmen und bei Glühwein Drehorgelmusik, Weihnachtliches und natürlich die Weihnachtsgeschichte hörten. Auch das erinnert mich an die Hirten, die draußen „auf freiem Feld“ die Weihnachtsbotschaft empfingen.

An Weihnachten kommt es nicht auf die Verpackung an, sondern auf den Inhalt. 

So wünsche ich allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, auch wenn Manches ungewohnt sein wird.


Matthias Ekelmann

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