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Grafik: GEP
 
Dunkelheit kann uns Angst machen.
Hinter uns liegt der November, vor uns der Dezember.
Die dunkelsten Monate. Die dunkelsten Feiertage, jedenfalls im November (Volkstrauertag, Totensonntag…).
Wenn Stromausfall ist, ist es stockdunkel. Kein Licht. Man sieht die eigene Hand vor Augen nicht. Für solche Fälle habe ich eine Taschenlampe neben dem Bett stehen. Man muss sich zu helfen wissen.
Im Monatsspruch geht es aber um seelische Dunkelheiten. Wir sehen keinen (Aus-)Weg mehr für unsere Nöte, wir neigen zur Depressivität, unsere Gedanken sind trübe.
Das Volk Israel lebt im Exil, weit weg von der Heimat. Das ist frustrierend.
In solchen Zeiten brauchen wir Hilfe: von unserer Familie, unseren Freunden, von Menschen, die uns nahestehen. Oft helfen Gesten der Nähe, Zuhören und aussprechen. Und so wie wir unseren Körper pflegen, sollten wir auch unsere Seele pflegen.
Aber was bedeutet dem Namen des Herrn zu vertrauen?
Als Mose Gott fragt, wie er denn heiße, sagt Gott ihm: „So sollst du den Israeliten sagen: Der ´Ich-bin-da` hat mich zu euch gesandt.“ 2. Mose 3, 14-15
Gottes Name drückt sein Wesen aus. Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber hat auch so übersetzt: „Ich bin, wo du bist.“ Gott ist da für dich und für mich und auch in den dunklen Zeiten.
Jesus, dessen Geburt wir im Dezember feiern, sagt von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen.“
Ab dem 21. Dezember werden die Tage wieder länger, jeden Tag 3-4 Minuten.
Das, was sich in der Natur ereignet, kann aber auch Gleichnis sein für unser Leben. Wenn Jesus das Licht anknipst, dann ist nicht immer gleich Flutlicht, alles hell und grell, sondern dann beginnt ein Prozess – wie beim Dimmen – und es wird nach und nach heller.

Gebet (Antje Gottwald)
Gott, du bist mein Trost und mein Halt, daran möchte ich mich festhalten und aufrichten. Manchmal kann ich nichts von deiner Gegenwart spüren. Wenn das Leben mich bedrängt, wenn Sorgen mich niederdrücken und alles sich gegen mich verschworen hat, dann bleib du an meiner Seite. Auch dann, wenn mir das Bitten und Beten vergangen ist. Denn ich weiß doch: Du bist mein Trost und mein Halt, daran möchte ich mich festhalten und aufrichten.
Amen.


Matthias Ekelmann

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26. Jan. 2020
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