Grafik: GEP

Bin ich nur etwas, wenn ich was habe? Macht mehr Geld zufrieden? Menschen in ärmeren Ländern scheinen, traut man den Umfragen, glücklicher zu sein als wir. Unsere Seele braucht mehr als Wohlstand, sondern auch Wohlergehen.

Natürlich ist man gern unabhängig. Existenzängste können sehr belastend sein. Und tatsächlich sind Einkommen und materielle Versorgung zentrale Ängste vieler Deutschen, wie Umfragen jedes Jahr aufs Neue bestätigen. Gott will nicht, dass wir auf Geld und Besitz verzichten, sondern das wir das Leben in Fülle haben. Aber Reichtum darf nicht das Wichtigste im Leben werden. Und wir sollten ihn als Geschenk Gottes betrachten. In der Bibel finden wir einige Menschen, die Gott mit guten Gaben überschüttet. Denken wir an Jakob, den Gott reich werden lässt, und Salomo bekam in einem Jahr so viel Geld, dass er seinen Thron und seine Trinkgefäße vergolden ließ.

Das Problem ist nicht das Geld, sondern die Geldgier oder die Gier nach immer mehr. Wie oft hören wir von reichen Leuten, die sich Steueroasen suchen, um an noch mehr Geld zu kommen.

In dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ von den Gebrüdern Grimm wird es anschaulich geschildert: Ein Fischer, der mit seiner Frau in einer armseligen Hütte lebt, angelt im Meer einen Butt, der als verwunschener Prinz um sein Leben bittet. Der Fischer lässt ihn wieder frei. Als seine Frau das hört, fragt sie ihn, ob er sich denn im Tausch gegen die Freiheit nichts gewünscht habe. Sie drängt ihren Mann, den Butt erneut zu rufen, um sich eine kleine, bessere Hütte zu wünschen. Diesen Wunsch erfüllt ihm der Zauberfisch. Doch schon bald ist die Frau nicht mehr zufrieden. Erneut verlangt die vom Mann, den Butt an Land zu rufen und einen größeren Wunsch vorzutragen. Je maßloser die Wünsche werden, desto mehr verschlechtert sich das Wetter und immer heftiger wird der Sturm. Nach der Hütte verlangt sie ein Schloss. Als sie auch damit nicht zufrieden ist, möchte sie König, Kaiser und schließlich Papst werden. Alle diese Wünsche werden vom Butt erfüllt und angekündigt mit der Formel: „Geh nur hin, es ist schon.“ Als sie schließlich fordert, wie der liebe Gott zu werden, wird sie wieder zurück in die armselige Hütte versetzt, wie am Anfang.

Wer hoch hinaus will, kann tief fallen.

Geld ist mehr als ein Zahlungsmittel. Nicht nur wir machen etwas mit dem Geld, es macht auch etwas mit uns. Wir sind damit beschäftigt, es verlangt Aufmerksamkeit von uns, es nimmt uns in Beschlag und verstellt uns oft den Blick auf unseren Nächsten. Es kann uns schlaflose Nächte bringen und uns beherrschen. Die Unbekümmertheit ist dahin, weil man merkt, dass man auch alles verlieren kann.

„Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein“, hat Jesus einmal gesagt.

Nichts, wonach wir in unserem Leben trachten, seien es Geld, Macht, Ansehen oder Ehre, wird für ewig Bestand haben. Ich muss nicht dieses oder jenes haben, ich muss nicht überall mithalten wollen, es stellt sich immer nur eine kurze Zufriedenheit ein, dann ist schon wieder das nächste Ziel vor Augen. Ich kann auch mal innehalten. Ich kann etwas für meine Seele tun. Ich kann abgeben und dabei reicher werden. Ich kann für andere da sein und dafür zwischenmenschliche Nähe gewinnen.

Gott will, dass wir das Leben in Fülle haben, also ein erfülltes Leben.

Matthias Ekelmann

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