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Grafik: GEP
 

Wie bei der Fahrt in einer Achterbahn muss sich Elia fühlen. Die Höhen und Tiefen sind gewaltig. Einerseits starke geistliche Erfahrungen mit Gott, andererseits auch so Vieles, was frustriert. So ein Wechselbad macht müde und mürbe. Dieses ständige Auf und Ab. Elia jedenfalls kann es nicht mehr ertragen. Die innere Müdigkeit ist zu groß geworden. Er will nicht mehr. Er zieht sich zurück in die Wüste. Legt sich dort hin und schläft. Am liebsten würde er nicht wieder aufwachen. Das wäre eine Erlösung für ihn. So sieht er das jedenfalls. Allemal besser als die Achterbahnfahrt des Lebens.

Auch bei uns gläubigen Leuten geht nicht alles glatt. Bei alten Menschen habe ich es oft erlebt, dass sie vom Leben müde geworden waren und sich wünschten zu sterben, heimzugehen. Aber auch junge Leute und Menschen in der Mitte des Lebens kommen manchmal an Grenzen. Sie sehen keine Zukunft mehr für sich. Und wer keine Hoffnung hat, der wird von Müdigkeit ergriffen.

Was hilft diesen „Elias“? Bei Elia ist es ein Engel, den Gott schickt. Bei uns können es Menschen sein, Freunde, Geschwister der Gemeinde. Allein und von selbst geht das nicht. So ist die Müdigkeit, der Frust nicht zu überwinden.

Der Engel muss ihn sogar zweimal stärken. Wer Menschen begleitet und ermutigt, weiß, dass das Zeit braucht. Nicht alles wird auf einmal wieder gut. Ein neuer Zuspruch muss her. Ein Prozess wird in Gang gesetzt. Denn was sich über längere Zeit an Müdigkeit aufgebaut hat, geht nicht über Nacht weg.

„Steh auf und iss“. Erstaunlich. Kein Gebet. Etwas ganz Natürliches. Ein Fladenbrot, eine Karaffe Wasser. Kein Menü. Grundnahrungsmittel. Stärkung für den Leib. Danach lässt sich vermutlich besser beten. Manchmal lässt sich auch viel besser über das Leben sprechen und den Glauben, wenn wir dabei was essen und trinken. Manchmal sogar beim Autofahren. Nicht immer muss es der Raum der Stille in einem Gemeindehaus sein oder das Arbeitszimmer des Pastors. Manche tolle Gespräche ergeben sich auch beim Wandern. Ganz natürlich.

Elia kommt wieder auf die Beine. „Du hast einen weiten Weg vor dir.“ Für Elia wurden es ca. 400 km (von Beerscheba bis zum Berg Horeb). Auch für uns sind es oft weite Wege. Da bist du krank und der Weg bis zur vollständigen Genesung ist weit und dauert. Manchmal auch verbunden mit Rückschlägen. Wer mit einer Berufsausbildung oder einem Studium beginnt, hat in der Regel einen weiten Weg vor sich. Einen weiten Weg vor uns haben wir auch bis zur Überwindung der Corona-Krise. Da wird nicht in ein paar Wochen schon wieder alles so sein wie früher. Für die weiten Wege brauchen wir immer wieder Stärkung, Ermutigung, Unterstützung. Gott will sie uns geben. Er rührt uns an durch die Engel in Menschengestalt.


Matthias Ekelmann

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04. Okt. 2020
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