2021 12 Auf ein Wort Bild

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Warten

Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat.
Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.

2. Petrus 3, 13

Warten ist eine alltägliche Erfahrung von uns Menschen und zugleich das Schlüsselwort zum Verständnis der Adventszeit:

Was bedeutet Warten in deinem Leben?
Hat es einen Sinn zu warten?
Worauf warten wir überhaupt? ... jetzt in dieser Zeit?

Wie unterschiedlich das Warten doch sein kann:

  • Es gibt ein Warten auf den Zug und den Bus, die mich zur Arbeit oder in die Schule bringen. Ich weiß, sie kommen, nehmen mich mit. Alles hat seine Funktion, der Zug, der Bus, der Bahnhof, mein Warten. Etwas Erwartungsvolles liegt darin.

  • Dann gibt es das Warten auf das Unvermeidbare, beim Arzt, die nächste Prüfung, das Antwortschreiben auf eine Bewerbung. Banges Warten, aber ich weiß, es muss sein, ich stelle mich darauf ein und versuche gelassen zu warten.

  • Es gibt auch ein Warten, das fröhlich macht: das Warten auf das Treffen mit der oder dem Geliebten, auf ein Fest – Warten auf die Freizeit oder den Urlaub. Warten auf eine Geburt. Zu diesem Warten gehören Spannung und Vorfreude: Wie wird es sein? Was darf ich erleben? Was bringen die anderen mit an Freude, an Ideen, an Energie, an Erwartungen? Solches Warten vermittelt eine freudige Grundstimmung, macht Stunden, Tage und Wochen zu besonderen Zeiten.

  • Aber es gibt auch ein Warten, das der Verzweiflung nahe liegt. Was ich unbedingt, voller Sehnsucht wünsche, tritt nicht ein. Es lässt auf sich warten über Wochen, Monate und Jahre. Jeden Tag der Weg zum Briefkasten, aber die erhoffte Nachricht bleibt aus. Solches Warten lähmt und macht müde und traurig. Ich ziehe mich zurück in die letzte Nische meiner Hoffnung.

Warten hat viele Gesichter. Einmal strahlt es und macht beschwingt, ein andermal trägt es harte und traurige Züge. Warten ist immer Erwarten, ist Hoffnung, ist Sehnsucht. Jedes Warten wird bestimmt von unseren persönlichen Hoffnungen – von unseren Wünschen nach Sinn und Erfüllung. Hoffnungsvolles Warten, dann sind weder Erfolg und Enttäuschung endgültig. Das Große liegt immer noch vor uns. Wir nehmen nicht alles hin, was als Realismus bezeichnet wird. Wir werden anfällig für das Mögliche. Solches Warten ist geprägt von Wissen, Glaube und Liebe: Wissen um eine bessere Welt; Glaube an Gott, als den Freund des Lebens und Liebe zu all seinen Geschöpfen.

Gefallen hat der Herr an denen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen
und voller Zuversicht darauf warten, dass er seine Güte zeigt.

Psalm 147, 11

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